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Emma – Perth, Schottland

Als ich etwa 8 oder 9 Jahre alt war, wurde an mir chronisch-granulomatöse Entzündung des Darmtrakts, Morbus Crohn, diagnostiziert. Bei dieser Krankheit greift das immunologische Abwehrsystem den Darm an. Man sagte mir, dass diese Krankheit unheilbar wäre. Über die Jahre hinweg musste ich viele verschiedene Medikamente einnehmen, unter anderem auch Kortikosteroide. Ich wurde allen möglichen dazugehörenden Untersuchungen unterzogen, mit Hilfe derer man versuchte, die Symptome zu lindern. Letzten Endes wurde ein Teil meines Dünndarms entfernt, was mich allerdings nicht vor schlimmen Rückfällen bewahrte.

Im ersten Jahr meiner Universitätszeit wurde ich wieder sehr krank und konnte mein Studium für mehrere Monate nicht fortsetzen. Ich konnte nicht einmal mehr morgens aufstehen. Die Symptome ließen dann etwas nach, und ich kehrte wieder zur Uni zurück. Doch die Unterbrechung und die dadurch verursachten Probleme bereiteten mir zusätzliche Sorgen. Ich fürchtete einen weiteren Rückfall und erkannte, wie sehr diese Krankheit mein Leben kontrollierte.

Im Oktober des zweiten Jahres wurden die Symptome wieder stärker, und ich bekam furchtbare Angst. Ich redete mit einer Freundin, die ich von der Oberstufe her kannte; sie war damals schon gerettet und Mitglied der Gemeinde. Sie schlug vor, dass ich zum Herrn beten sollte, daß Er die Schmerzen und anderen Symptome wegnähme. Ich war sehr skeptisch im Hinblick auf ihren neu gefundenen Glauben, doch, wie sie richtig bemerkte, was hatte ich schon zu verlieren? Als die Schmerzen wieder einmal zunahmen, betete ich. Sofort nachdem ich die Worte ausgesprochen hatte, fühlte ich, wie der Schmerz wich.

„Herr, mein Gott, als ich zu dir schrie, machtest du mich gesund.‟ PSALM 30:3

So fing meine Bekehrung an. Im folgenden Juli wurde ich getauft und empfing den Heiligen Geist. Ohne die verzweifelte Lage, in der ich mich befunden hatte, hätte ich mich nie zum Herrn gewendet.

Etwa einen Monat später, als ich bei einer Freundin in Schottland war, kehrten die Symptome plötzlich zurück. Das traf mich sehr, und ich konnte einfach nicht verstehen, warum ich das wieder durchmachen musste, obwohl ich doch gerettet war. Glücklicherweise war meine Freundin bei mir. Gemeinsam beteten wir für die Heilung. Während wir beteten, zeigte mir der Herr, dass ich drei Tage fasten sollte, was ich dann auch tat. Die Symptome ließen wieder nach und verschwanden schließlich ganz. Zu dieser Zeit sprach ich mit einem Pastor der Gemeinde über meine Ernährung und wie der Herr dazu steht. Ich erfuhr vom sogenannten Danielfasten, welches bei vielen Leiden geholfen hatte. Es kam mir logisch vor, und so fing ich an, mich für einen Monat nur auf natürlicher und pflanzlicher Grundlage zu ernähren. Es war wirklich ein Kampf, doch ich fühlte mich bald viel besser als all die Jahre zuvor. Obwohl das Danielfasten dem erteilten medizinischen Rat völlig zuwiderlief, habe ich seitdem nicht die geringsten Beschwerden mehr gehabt.

Der Herr hatte mich nicht sofort geheilt. Er benutzte meine Krankheit, um mich zur Wahrheit zu führen und mich zu lehren. Er lehrte mich über Ernährung, Fasten, Heilung, Glaube und – was vielleicht das wichtigste ist – darüber, dass Er schreckliche Umstände dazu benutzen kann, um dich näher zu Ihm zu bringen. Diese Zeit der Prüfung war schwer und gefühlsmäßig belastend für mich. Aber ich bin so dankbar, dass ich da durchgehen durfte. Ich habe Seine Kraft und Barmherzigkeit aus erster Hand erfahren. Er hat mich niemals aufgegeben, selbst als ich Ihm dies vorhielt. Allein das zeigt, wie gesegnet wir sind, wenn wir Ihm gehören. Du musst darauf vertrauen, dass Er einen Plan hat und die schweren Zeiten nur zulässt, um dich zu größeren Segnungen zu führen.

„Sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.‟ JESAJA 55:9

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